Anglizismen im Alltag als Lifestyle-Statement

Zu einem richtig hippen Lifestyle gehört heutzutage nicht nur die richtige Kleidung, die Hornbrille oder der Club Mate. Natürlich muss auch die Sprache entsprechend den neuesten Anforderungen und Gegebenheiten des Großstadtlebens angepasst werden. Anglizismen sind dazu sehr wichtig, ja geradezu elementar. Vor allem für die meisten jüngeren Hipster im Alter von Anfang Zwanzig ist es daher wichtig auch in diesem Bereich ständig auf dem Laufenden zu sein.

Anglizismen heute: Einige Beispiele

Anglizismen Visitenkarte

Unnötige Anglizismen im Alltag, die niemand mehr versteht.

Findet der junge Nachwuchs-Hipster eine bestimmte Sache etwa besonders schön oder begrüßenswert, so freut er sich heute nicht mehr mit Vokabeln wie etwa „schön“, „toll“, „dufte“ oder „knorke“. Nein, es ist zwingend notwendig, dass ein Anglizismus zur Anwendung kommt. Das Wort „cool“ ist bereits seit den 1990er Jahren weit verbreitet und gehört schon fast zum deutschen Wortschatz. Die Übersetzung „kühl“ könnte bei genauerem Hinschauen aber auch für etwas Verwirrung sorgen. Daher werden Anglizismen heute kurzerhand direkt übersetzt und in den deutschen Sprachfluss übernommen. Als positive Zustimmung dient daher anstelle von „schön“ heutzutage einfach „nice“ oder noch besser: „sehr nice“. Als Gegenteil macht es dann auch „strange“ oder „sehr weird“.

Unnötige Anglizismen im Berufsleben

Sehr deutlich zeigen sich das Ganze in der Berufswelt. Hier gibt es jede Menge unnötige Anglizismen. Führt man seinen Beruf etwa von zu Hause aus, so heißt das „Home office“. Vor allem gibt es bei vielen Berufsbezeichnungen Anglizismen. Ein Kundenberater heißt heute „Junior Account Manager Consulting“, eine Sekretärin „Assistant“, eine Telefonhilfe gehört zum „Support“ und ein Abteilungsleiter „Head“. Weiterlesen