Hipster News: Der Jutebeutel ist tot

Ein Jutebeutel mit Schriftzug

Nicht mehr trendy:

Wer in einer Großstadt wie Köln, Hamburg München oder vor allem Berlin wohnt und letzter Zeit einmal durch die Stadt gelaufen ist, dem wird eines vermutlich aufgefallen sein: Der Jutebeutel ist tot. Das ist eine echte Hipster News. Die vielen Hipster und Nachwuchsgroßstädter scheinen das klassische Hipster-Utensil aus ihrer Accessoire-Sammlung verbannt zu haben. Noch vor wenigen Wochen kamen junge, hippe Großstädte nur schwierig an der Jutetasche vorbei. In der Berliner S-Bahn etwa hatte gefühlt jeder zweite Unter-Dreißigjährige einen Jutebeutel über der Schulter hängen. Bedruckt waren sie mit allen möglichen, möglichst sinnlosen Schriftzügen, künstlerischen Verzierungen oder einfach mit Werbelogos. Das Aussehen des Jutebeutels war eher zweitrangig. Entscheidend war, dass er präsent war.

Woher kam der Jutebeutel-Trend?

Woher der Trend der Baumwolltäschchen kam, ist bis heute ungeklärt und rätselhaft. Schließlich sind die Taschen alles andere als praktisch. Kein Reißverschluss, nicht regendicht und kaum reißfest. Wer darin Flaschen wie zum Beispiel Pozzi Weine oder sizilianischen Wein transportieren wollte, musste vorsichtig sein und nirgends anstoßen. Günstig im Erwerb: Das war er der Hipsterbeutel. Puristisch, einfach zu bekommen und keine große Investition – auch das machte seine Verbreitung wohl leicht und sorgte für einen Trend. Aber Trends kommen und gehen und wie das so ist, passiert das mitunter recht zügig.

Was kommt als nächstes?

Diese Frage stellen sich viele junge, hippe Großstädter im Moment vermutlich auch und verfolgen auf die neuesten Hipster News. Möglicherweise wird es noch puristischer und die Tendenz geht weg von Jute und hin zu Plastik. Dann könnte es sein, dass die deutschen und europäischen Großstädte demnächst mit Einkaufstüten aus Plastik überschwemmt werden. Zugegeben, das ist eher unwahrscheinlich. Denn Einkaufstüten halten nicht lange. Wahrscheinlicher ist ein Trend zurück – hin zu klassischen Taschen, die diesen Namen auch verdienen. Eventuell geht der Trend sogar zurück und weg vom vermeintlichen Individualismus. Vielleicht kommt auch der Eastpack-Rucksack wieder in Mode. Das wäre eine echte Hipster News. Gleichzeitig ist das aber unwahrscheinliche. Mal schauen, was passiert.


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